Wettkampfberichte 2017

Ironman Wales

 

Niemals hätte ich gedacht, dass dies sportlich gesehen mein härtester Tag in meinem Sportlerleben werden würde. Da ich bereits den Norseman , Nizza, Lanzarote und Hawaii erfolgreich gefinisht habe, dachte ich das Wales zwar kernig werden wird aber gut  machbar.

 

Das Schwimmen fing geschmeidig an. Wir hatten leichten Wellengang, ich kam aber gut vom Start an weg und konnte stresslos eine 55 er Zeit schwimmen.

 

Die ersten beiden Stunden auf dem Rad waren auch noch Ok. 

 

Danach fing es es stark an zu regnen. Das Wasser stand plötzlich Zentimeter hoch auf der Strasse und der Wind blies Äste und Blätter dazu. Es war zu einem sehr kalt und vor allem extrem schwer sich auf der Strasse zu halten, da der Wind stark von der Seite kam und die Strasse glitschig war. So langsam war ich gezeichnet von den Bedingungen und musste etwas Tempo rausnehmen. So musste ich ungefähr 20 Konkurrenten an mir vorbeiziehen lassen. Ich wollte auf jeden Fall das Ziel erreichen und den Kona Slot. holen. Gedanklich bin ich mindestens schon 10 mal aus dem Rennen ausgestiegen, aber ich kämpfte mich bis zum Ende der Radstrecke durch, in der Hoffnung gute Laufbeine vorzufinden und das ganze noch zu retten.

 

Die ersten Kilometer liefen zwar etwas holprig, aber ich fand irgendwann einen guten Rhythmus und konnte bis zum Ende ein gleichmäßiges Tempo durchziehen. Das ganze hat aber nur funktioniert, weil die Zuschauer an jeder Ecke der Strecke standen und uns mit einer Euphorie anfeuerten, die ich bislang noch nirgends erlebt hatte. Da kann nicht mal  Roth mithalten.

 

Die Stimmung in Tenby ist einfach unbeschreiblich.

 

So lief ich nach mittelprächtigen 10:28 Std ins Ziel ein und konnte mit meinem 5 . Platz in der Ak meinen Kona Slot sichern.

 

 

 

 

Ironman Mallorca

 

Der Ironman 70.3 Mallorca ist eine hammerharte aber auch schöne Mitteldistanz. Das sage ich jetzt ein Tag nach der Schinderei :-)

 

Beim Schwimmen gab es einen sanften Rolling Start bei dem ich ohne Probleme voll loslegen konnte und eine solide 27er Zeit schwamm.

 

Aufm Rad bin ich leider wie so oft zu schnell losgeballert. Nach ca. 55 ist mir etwas der Strom ausgegangen. Ich konnte mich aber dennoch ganz gut in die T2 retten. Die Laufbeine waren leider nicht mehr so gut. Hab aber glaube ich das beste rausgeholt und ganz knapp meine Ak gewonnen. Kann den Wettkampf nur empfehlen.

 

Für mich war es jedenfalls ein guter Formtest für mein anstehendes Saisonhighlight den Ironman Klagenfurt im Juli.

 

So long Jochen

 

 

Im Klagenfurt

 

So leer wie die Flaschen fühle ich mich momentan. Jetzt sind 2 Tage vergangen nach meinem Finish in Klagenfurt. Mittlerweile bin ich auch sehr glücklich mit meiner neuen Bestzeit. Eigentlich wollte ich ja die Schallmauer von 9 Std knacken. Aber egal. Ich will Euch jetzt auch nicht mit dem 100 Rennbericht langweilen, sondern einfach nur den wunderschönen Triathlon in Klagenfurt empfehlen. Es passt einfach alles; super Strecken, geniale Stimmung und eine Top Organisation. Für mich heisst es schnell regenerieren und für Wales vorbereiten..... Bis bald Jochen